Infrastruktur

Heute lebt Büschdorf vorwiegend von der angesiedelten Industrie, wie der Halloren Schokoladenfabrik und dem Druck- und Verlagshaus der Mitteldeutschen Zeitung in der Delitzscher Straße und von der Landwirtschaft. Der Gemüseanbau ist eines der wirtschaftlichen Standbeine des dörflichen Stadtteils der Großstadt Halle. Nach 1990 entstanden auf ehemaligen Gemüsefeldern neue Einfamilienhaussiedlungen und andere Wohnbauten. Diese ließen die Einwohnerzahl auf über 4000 steigen und veränderten das Ortsbild, wobei der ländliche Charakter weitgehend erhalten blieb. Weitere Veränderungen werden die Fertigstellung der Osttangente und der geplante Sportkomplex am Hufeisensee mit sich bringen.
 
– Durch Büschdorf verläuft die Straße L165 von Halle zur A14-Abfahrt „Halle (Saale)-Ost“.
 
– Mit der Eröffnung der Straßenbahnlinie C, die vom Hauptbahnhof über die Delitzscher Straße und Büschdorf nach Schönnewitz führte, wurden Büschdorf und Reideburg am 9. Mai 1914 an das Hallenser Straßenbahnnetz angebunden. Bereits 1915 wurde die Strecke um ca. 700 Meter bis kurz vor die Reideburger Kirche verlängert. Seit der Linienänderung am 1. November 1921 verkehrte die Linie 9 auf der 9,6 Kilometer langen Strecke Seebener Straße – Reileck – Markt – Riebeckplatz – Büschdorf – Reideburg. Später fuhr die Linie 10 nach Reideburg, welche bis zu ihrer Einstellung am 21. Mai 1971 eine direkte Straßenbahnanbindung Reideburgs an den Hauptbahnhof bzw. Markt von Halle ermöglichte. Bereits mit der Inbetriebnahme der Wendeschleife in Büschdorf am 20. Februar 1961 hatte sich das langfristige Aus der Strecke bis Reideburg angedeutet. Nach der Verlängerung der Strecke um 1,3 Kilometer bis ins Büschdorfer Zentrum ist seit Sommer 2012 das Wohngebiet Büschdorf wieder an das Straßenbahn-Verkehrsnetz Halle (HAVAG) angeschlossen. Seitdem kann man mit der Straßenbahn-Linie 7 (abends Linie 94) vom Ortsteil Kröllwitz (Halle) nach Büschdorf in 37 Minuten fahren.